Werden Heilpraktikerleistungen von den gesetzlichen Kassen übernommen?
Leider nein.
Dass gesetzliche Krankenkassen (GKV) Heilpraktikerleistungen grundsätzlich nicht übernehmen, ergibt sich nicht aus einem einzigen, expliziten „Verbots-Paragraphen“, sondern aus dem Zusammenspiel mehrerer Vorschriften im SGB V, die den Leistungskatalog definieren.
Die wesentlichen Grundlagen sind:
- § 2 Abs. 1 SGB V (Wirtschaftlichkeitsgebot): Leistungen müssen „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Heilpraktikerleistungen entsprechen oft nicht den strengen Kriterien der evidenzbasierten Medizin (Schulmedizin), die für GKV-Leistungen gefordert wird.
- § 124, § 125, § 126 SGB V (Zulassung von Leistungserbringern): Diese Paragraphen regeln, wer Leistungen für die GKV erbringen darf. Heilpraktiker gehören nicht zu den Leistungserbringern, die eine direkte Abrechnungsgenehmigung besitzen.
- § 28 SGB V (Ärztliche Behandlung): Dieser Paragraph regelt die Versorgung durch Ärzte, nicht durch Heilpraktiker. Gesetze im Internet +4
Zusammengefasst: Da Heilpraktiker keine zugelassenen Vertragsärzte oder medizinisches Hilfspersonal im Sinne des SGB V sind, dürfen gesetzliche Krankenkassen deren Leistungen im Regelfall nicht bezahlen.
Wie lange dauert eine Behandlung
Die Behandlungsdauer ist individuell und wird mit dem Patienten abgestimmt.
Es kommt sehr auf den aktuellen mentalen und physischen Zustand des Patienten an.
In der Regel dauert eine Behandlung 60 Minuten.
Wie läuft eine Behandlung ab
- Anamnesegespräch - Patient schildert sein Anliegen, möglichst detailliert und vollständig
- Verdachtsdiagnose - auf Basis der Informationen aus der Anamnese wird eine Verdachtsdiagnose gestellt
- Körperliche Untersuchung - Prüfung der Beinlängen, des Beckenstandes, der Wirbelsäule auf Verkrümmungen, Sitz des Atlas
- Korrektur der Statik - mit der Dornmethode werden Korrekturen der oben genannten Asymmetrien vorgenommen
- Myoreflextherapie - Entspannung der Muskulatur in Abhängigkeit der Verdachtsdiagnose unter Beachtung der Muskelketten und -schlingen.
Je nach Fall kommen Massagetechniken,
Schröpfen, Kinesiotape und KiD Übungen
zum Einsatz
- Überprüfung des Ergebnisses durch Rückmeldung des Patienten
- Folgetermin vereinbaren - Myoreflex ist nicht nur eine Reflextherapie, sondern auch eine Programmtherapie. Der Körper wird durch Wiederholung auf den neuen, entspannten und schmerzfreien Zustand "programmiert", ähnlich wie Vokabeln lernen
Individuelle Abweichungen von dieser Reihenfolge sind möglich
Wie viele Behandlungen sind notwendig?
Diese Frage im Vorfeld zu beantworten wäre nicht seriös, da es sehr viele Einflussfaktoren gibt, wie z. B.
- aktuellen körperlichen und mentalen Zustand des Patienten (Blutwerte, Ernährung, Stress, etc.)
- Art und Schweregrad der Problematik
- Dauer vom Beginn der Problematik bis zur Behandlung
- Schädigung der Strukturen (Knochen, Muskel, Bindegewebe, etc.)
- medizinische Eingriffe
- Medikamente
- usw.
Was muss ich mitbringen?
Gar nichts.
Alles notwendige für die Behandlung ist vorhanden.
Bequeme und lockere Kleidung ist von Vorteil
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Ja. Das Schmerzniveau wird mit dem Patienten abgestimmt und muss noch gut erträglich sein.
Schmerz ist ein Mittel um die "Aufmerksamkeit" des Organismus auf den zu behandelnden Muskel zu lenken - Durchblutung und somit die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung werden erhöht. Der Muskel bekommt somit die besten Voraussetzungen um sich entspannen zu können.